Kommentar

MP3: Worum geht's hier eigentlich?

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

Die Rockband Radiohead bringt diese Woche im Internet ein neues Album heraus und verzichtet in einem geschickten Akt der Selbstvermarktung öffentlichkeitswirksam darauf, einen festen Preis dafür zu verlangen (siehe S. 26). Sie stellt damit nicht nur ihren Fans, sondern dem Markt überhaupt eine brisante Frage: Was ist Musik im Zeitalter des digitalen Downloads noch wert?

Die Frage ist nicht neu, sie wurde nur noch nie so unverblümt ausgesprochen - obwohl die von MP3 & Co arg geplagte Musikindustrie seit Jahren über kein anderes Thema diskutiert (das gilt letztlich auch für die neue Initiative Fair Music, die sich für gerechte Wirtschaftsstandards in der Branche einsetzt, siehe S. 64). Ein Aspekt aber bleibt in all den Konzepten und Modellen zur ökonomischen Zukunft der Tonträgerindustrie gerne ausgespart: Welche Folgen haben die aktuellen technischen Umwälzungen für die Musik?

Auch diese Frage ist nicht neu. Seit Musik technisch reproduzierbar ist, beeinflusste noch jede neue Art


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