Singen statt sterben

Kultur | Robert Rotifer | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

MUSIK Auf dem Weg zum neuen Album der Babyshambles hat das schlampige Talent Pete Doherty endlich sein musikalisches Missing Link gefunden.

Am Kiesstrand des Seestädtchens Whitstable sitzt ein schmächtiger kleiner Mann mit durchsichtiger Haut und stochert in einer Portion Fish & Chips. An die dicken Kreppsohlen seiner Schuhe schmiegt sich ein kleiner braunweißer Kampfhund und sonnt seine Genitalien. Neben ihm unterhält sich eine launige Gesellschaft Vierzig-bis Fünfzigjähriger mit Ray-Ban-Wayfarer-Sonnenbrillen, die ihrer Jugend in den Achtzigern Tribut zollen. Der Lauteste unter ihnen löchert den hageren Hundebesitzer mit Fragen: Ob er Gogol Bordello möge. Ach, die kenne er nicht? Eine ganz interessante Mischung aus osteuropäischer Musik und Punk machten die. Schwer zu beschreiben, ohne dabei - durch die Wayfarers hindurch erahnt man sein wissendes Zwinkern - "das C-Wort zu erwähnen".

Der Durchsichtige lächelt milde. Sein Name ist Topper Headon, er war Schlagzeuger bei The Clash,


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