Art nouveau riche

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

KUNST Die neue Belvedere-Direktorin Agnes Husslein widerlegt in der Ausstellung "Wien - Paris" den Mythos von der Originalität moderner Kunst und eliminiert durch den Umbau des Unteren Belvedere ein Stück eigener Geschichte.

Nicht Originalität, sondern Solidität zeichnete die Ausstellungen der Österreichischen Galerie Belvedere aus. Sie hießen "Gustav Klimt, Landschaften" (2002) oder "Egon Schiele und sein Kreis" (2006) und beleuchteten - über die rein formale Betrachtung der Werke hinausgehend - auch deren kulturhistorischen Rahmen. Sie demonstrierten etwa die Auswirkung optischer Geräte auf Klimts Landschaftsbilder oder dokumentierten das für Schieles Karriere wichtige Kunstmilieu.

Würde nun die neue Direktorin Agnes Husslein-Arco in ihrer ersten programmatischen Schau jenes Quäntchen Originalität einbringen, das das Belvedere von anderen, vor allem auf Quote bedachten Museen unterscheiden könnte? Anfang Oktober hat sie in den neuen Ausstellungsräumen im Unteren Belvedere


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