Kranke Geschichten

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

FILM In seinem neuen Film "Sicko" knöpft sich Dokumentarfilm-Entertainer Michael Moore das Gesundheitssystem der USA vor. Mit erwartbarem Ergebnis.

Rick zum Beispiel. Bei der Arbeit mit einer Kreissäge hat Rick sich den Mittel- und Ringfinger der rechten Hand abgetrennt. Seine private Krankenversicherung weigerte sich, die Kosten für zwei Replantationen zu übernehmen, und stellte ihn vor die Wahl: Entweder kommt sein Mittelfinger (60.000 Dollar) wieder dran oder sein Ringfinger (12.000 Dollar). Rick, dem Off-Kommentar zufolge "ein unverbesserlicher Romantiker", entschied sich für seinen Ringfinger; der andere landete auf einer Mülldeponie, suggeriert das nächstfolgende Bild, als Leckerbissen für eine Seemöwe.

Rick ist einer jener 25.000 Amerikaner und Amerikanerinnen, die binnen nur fünf Tagen einem Aufruf auf der Webseite von Michael Moore gefolgt waren und dem Filmemacher ihre persönlichen Erfahrungen mit dem privatisierten Krankenversicherungssystem gepostet haben. Macht 25.000


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige