Wiener Lampe

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

ÖFFENTLICHER RAUM Das Mak möchte keine historisierenden Ringstraßenkandelaber vor seiner Türe. Jetzt leuchtet man mit neuen Solarlichtern Probe.

Noch nie zuvor habe er bei einer Montage zwölf Stunden auf der Straße verbracht, erzählt Ross Lovegrove. Sein Engagement auf der Wiener Ringstraße scheint ihn selbst zu überraschen. Radler haben neugierig zugeschaut, Touristen schossen aus Reisebussen heraus Fotos, mit alten und jungen Menschen hat er gesprochen. "Das Leben ist da draußen", sagt der Londoner Designer und deutet zum Fenster hin. Lovegrove sieht aus, wie man sich einen Londoner Designer vorstellt: Halbglatze, weißes Haar, weißer Bart im sonnengebräunten Gesicht. Im blitzblauen Outfit, das Hemd weit offen, sitzt er in einem eleganten Lederfauteuil im Kaminzimmer des Museums für angewandte Kunst (Mak) und redet, als ginge es um sein Leben. Dabei geht es nur um ein Designprojekt für Wien, eine Straßenlaterne neuen Typs. Von wegen, sagt Lovegrove, das sei keine Straßenlaterne,


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