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Englisch und schottisch

Stadtleben | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

Die Lokalszenen in London, Edinburgh, Dublin und den anderen Städten der britischen Inseln zählen zum Spannendsten, was derzeit gastronomietechnisch in Europa geboten wird. Davon sickert leider nur wenig nach Österreich: Industriebier, Konfektionspubs und erbärmliche Fish & Chips sind das Einzige, was sich da tut. Nach dem Schließen des überaus sympathischen Burton's in der Naglergasse ist's hier am englischsten und angenehmsten:

The Lion Rampant, 19., Billrothstr. 16, Tel. 958 10 98, Mo-Mi 16-3, Do-Sa 16-4, So 13-1 Uhr.

Im März von zwei Schotten eröffnet, recht geschmackvoll eingerichtet - wenig Kitsch, viel offener Kamin -, schöne Biere, interessantes Whiskyangebot und vor allem die besten Fish & Chips der Stadt. Das restliche Küchenprogramm rangiert zwischen Mainstream und seltsam, aber überfordern wollen wir die Briten ja auch nicht gleich.

Bobby's, 4., Schleifmühlg. 8, Tel. 586 75 34, Mo-Fr 10-18.30, Sa 10-17 Uhr, www.bobbys.at

Legendärer Stützpunkt englischen Lebensstils in Wien. Hier bekommt man all die teilweise grandiosen, teilweise extrem schrägen Lebensmittel, die die englische Küche mitunter so speziell und so anders machen. Bei Bobby kaufen, heißt, Spleen verstehen.

WEIN - Bei "Federspiel" denkt man ja primär an die Wachauer Standardsorten Grüner Veltliner, Riesling, vielleicht auch noch Neuburger, Weißburgunder oder Sauvignon Blanc. An Rosé vom Zweigelt denkt man aber eher selten, weshalb ihn der Johann Schmelz aus Joching trotzdem abfüllte, denn was Besseres kann man aus Zweigelt in der Wachau ohnehin nicht machen: fruchtig, mollig, feine Weichselfrucht, passt immer und überall.

Preis: € 11,- Bewertung: 4/5 (sehr gut), bei Zum Schwarzen Kameel, 1., Bognerg. 5, www.kameel.at


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