Kartoffeln zum Beispiel

Extra | Bernhard Fetz | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

STORIES Andreas Webers Geschichten provozieren ständig den Realismusverdacht. Man liest sie gerne, obwohl sie sich um Schriftsteller drehen, die viel an Sex denken.

Andreas Weber liebt die Rolling Stones, Hemingway und Fußball. Bemerkenswert ist das, weil Weber seine Dreifaltigkeit nicht oberflächlich verehrt, sondern sich in seinen Kirchen besser auskennt als die meisten, die zum Beispiel sagen: "Fußball, ah!" Der Autor hat einen Film über den ehemaligen Weltfußballer Mario Kempes gestaltet, von dem kaum einer weiß, dass er auch in Krems gespielt hat. Und nur wenige Pseudoaficionados wissen wahrscheinlich, dass das Stadion der Tottenham Hotspurs an der Londoner White Hart Lane liegt.

Weber hat Filme über wenigbekannte österreichische Autoren wie Hermann Gail und Fritz Habeck gemacht, Vertreter einer immer noch unterbelichteten realistischen Tradition innerhalb der österreichischen Nachkriegsliteratur; über Letzteren ist auch eine Monografie im Entstehen. Sein erster, 2004 erschienener


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