Männliche Torschlusspanik

Extra | Daniela Strigl | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

SPORT & VERBRECHEN Burkhard Spinnen erzählt in "Mehrkampf" von der Midlife-Crisis begabter Männer, die es plötzlich noch einmal wissen wollen.

Hat man einen guten Krimi gelesen, dann schwirrt einem am Ende, wenn sich die Ereignisse genregerecht überschlagen, meist der Kopf. Man fühlt sich von der Auflösung des Rätsels überfordert, man vermag ihr nicht bis in alle Verästelungen zu folgen, weil man auf den letzten Metern vor dem Ziel schon atemlos und ungeduldig durch den Text gelaufen ist. Auf dieser Ebene jedenfalls funktioniert Burkhard Spinnens Roman ganz so, wie es sich gehört. Er nennt sich freilich nicht "Kriminalroman", will also höher hinaus. Damit sind wir schon beim Stichwort: Der Titel "Mehrkampf" könnte andeuten, dass auch der Autor unter sportlichem Leistungszwang steht. Das Buch soll ein Krimi, aber auch eine sportpsychologische Studie sein, und es soll etwas über Männer in der Midlife-Crisis aussagen, über das geglückte Leben und wie man es verfehlt.

Spinnen


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