"Mein Lektor hat immer Recht"

Extra | Klaus Nüchtern | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

PORTRÄT Mit dem Erzählband "Ein schönes Leben" hat Martin Becker ein erstaunliches Debüt vorgelegt, dass die Verlockungen der Coolness und der Konvention souverän vermeidet. MMartin Becker lächelt nicht. Er lacht. Quasi volle Kanne. Ursprünglich war er skeptisch. Aber dann haben ihn die Frauen vom Verlag überzeugt: Lachen ist schon okay. Jetzt findet sich also ein Foto mit gut sichtbarer Zahnreihe auf dem Schutzumschlag von Beckers Debüt "Ein schönes Leben".

Keine Frage, zum Lachen gibt es darin einiges, stellenweise ist das Buch sogar saukomisch. Entsprechend waren dann auch die Reaktionen in Klagenfurt, wo Becker heuer im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs seine Erzählung "Dem Schliff sein Tod" vorlas: immer wieder herzliches Gelächter, in der Beurteilung dann aber gemischte Reaktionen. Man weiß ja: Wenn sich deutsche Literaturkritiker amüsieren, liegt die Selbstverdächtigung, unter dem eigenen Niveau gelacht zu haben, nur allzu nahe.

Becker, Jahrgang 1982, kennt das


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