Betreten auf eigene Gefahr

Sebastian Fasthuber | Extra | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

HIGHBROW HORROR Unheimlich gut: Mark Z. Danielewskis labyrinthisch ausuferndes Buch "Das Haus. House of Leaves" ist eine Meditation über Angst, aber auch ein Buch über Bücher.

Der mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnete Fotojournalist Will Navidson1, seine Frau Karen, ein ehemaliges Model, und ihre beiden Kinder beziehen ein Haus auf dem Land in Virginia. Es soll die bislang aufgrund Wills reiseintensiven Berufs oft voneinander getrennte Familie vereinen und vor allem die Spannungen, die zwischen dem Paar bestehen, ausräumen.2

Als sie von einer Hochzeit zurückkommen, entdecken die Navidsons, dass zwischen dem Eltern- und dem Kinderschlafzimmer ein Raum ist, der vorher nicht da war. Die Innenwände sind komplett schwarz. Karen, die unter Klaustrophobie leidet, bekommt die Panik. Will, der keine Angst zu kennen scheint, beginnt das Haus zu untersuchen, mit Kameras auszustatten und zu vermessen. Er stellt fest, dass es innen ein klein wenig größer ist als außen. Zusammen mit seinem Bruder

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