Leben ohne Beipackzettel

Extra | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

PORTRÄT Dirk Wittenborn ist der Mann mit den drei Leben. Sein autobiografischer Roman "Casper" erzählt von den Nebenwirkungen glückversprechender Pillen, die im richtigen Leben sein Vater entwickelt hat.

Es gibt gewiss gesündere Arten, durch den Tag zu kommen, als die konstante Zufuhr einer Diät aus Zigaretten, Schokoriegeln und Cola Light. Die Ärzte, die Dirk Wittenborn auf seinem Genesungsweg betreut haben, werden damit in seinem Fall trotzdem zufrieden sein, denn in den Neunzigerjahren war der US-Autor schon mehr als halbtot. "Ich hatte eine 1:3-Überlebenschance", erinnert er sich an die komplizierte Operation, die nach jahrelanger Überbelastung und der Infektion mit einem seltenen asiatischen Virus an seinem Herzen vorgenommen werden musste. "Ich war im wahrsten Sinne des Wortes hartherzig geworden. Die Ärzte mussten mein Herz aufbrechen und wie eine Orange schälen." Es macht Wittenborn ganz offensichtlich Spaß, Gruselgeschichten aus seiner Vergangenheit zu erzählen. Heute


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