"Immer eine Lust"

Extra | Klaus Nüchtern | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

PORTRÄT Sabine Dörlemann macht schöne Bücher und beweist, dass man damit auch Erfolg haben kann - Selbstausbeutung vorausgesetzt.

Die Bücher des Schweizer Dörlemann Verlages fallen auf: Sie sind unüblich hübsch, aber ohne nerviges bibliophiles Trara gemacht, und sie weisen den Namen des Übersetzers auf dem Cover aus, auch wenn dieser nicht Harry Rowohlt heißt. Sabine Dörlemann weiß, warum: "Ich habe selbst aus dem Englischen übersetzt und weiß, wie schweißtreibend das ist. Man soll den Lesern klarmachen, dass Übersetzungen nicht vom Himmel fallen, sondern geistige Schwerstarbeit sind."

Bezeichnenderweise gab auch eine Übersetzerin den entscheidenden Anstoß zur Verlagsgründung vor vier Jahren. Dörlemann gab ihren Job als Lektorin beim Ammann Verlag auf, um mit ihrem Mann eine Weltreise zu machen. Die unter anderem für ihre Neuübersetzungen Dostojewskijs ("Verbrechen und Strafe", "Böse Geister" et al.) berühmte Übersetzerin Swetlana Geier riet Dörlemann, nach ihrer


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige