Selbstbestimmte Selbstausbeutungg

Extra | Gerhard Schwarz | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

PREKARIÄT Arm sein ist kein Honiglecken, auch nicht in den reichen Ländern. Wie sich Armut anfühlt und was sich dagegen machen ließe, fragen drei Neuerscheinungen.

Deutschland im Freudentaumel. Nahtlos ging die Gaudi der Fußball-WM 2006 über in ekstatischen Jubel ob des unerwarteten Wirtschaftsbooms. Doch die Euphorie über explodierende Unternehmensgewinne und sinkende Arbeitslosigkeit hat einen schalen Beigeschmack. Den mitten im Aufschwung sinken die Masseneinkommen, also die Summe aus Nettolöhnen und monetären Sozialleistungen. Das einfache Volk schaut durch die Finger.

Die wachsende Ungleichheit in der deutschen Gesellschaft beschreibt der Journalist Helmut Kuhn in "Arm, reich - und dazwischen nichts?". Auf der Schattenseite: Menschen, die ein paar Cent verdienen, indem sie Mülleimer nach Pfandflaschen durchwühlen, der ehemals erfolgreiche Unternehmer, der binnen Jahresfrist zum Sozialfall wurde, und Kinder, die hungern.

Auf der Sonnenseite tummeln sich fürstlich entlohnte


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