Tölpelhafte Weltmacht

Mitchell Ash | Extra | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

POLITIK Warum putschen die USA immer wieder andere Regierungen weg? Stephen Kinzers Antwort befriedigt nicht wirklich.

Stephen Kinzer, renommierter Auslandskorrespondent der New York Times, analysiert in "Putsch!" die von der US-Regierung seit dem Ende des 19. Jahrhunderts veranlassten "Regimewechsel". Diese reichen von den Regierungsstürzen und Eroberungen in Hawaii (1893), auf den Philippinen und in Kuba (1898), in Nicaragua (1909) und Honduras (1911) in der "Imperialistischen Ära" über die Putsche durch verdeckte Aktionen im Kalten Krieg in Iran und Guatemala (1954), Vietnam (1963) und Chile (1973) bis hin zu den Invasionen in Grenada (1983), Panama (1989), Afghanistan (2001) und Irak (2003).

Kinzer erzählt diese Ereignisse spannend nach, will aber auch begreifen, was sie miteinander verbindet, und nennt drei treibende Faktoren: wirtschaftliche und politische Interessen plus Ideologie. Von einem ständigen "Anspruch auf Zugang zu Rohstoffen" ist die Rede, an anderer Stelle aber heißt

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