Jugendjahre eines Diktators

Extra | Erich Klein | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

BIOGRAPHIE Er verführte 14-Jährige, verübte blutige Anschläge und spielte bei der Oktoberrevolution keine Rolle: "Der junge Stalin".

Drei mögliche Väter, zwei Dutzend Pseudonyme, ein Dutzend Freundinnen, ungefähr sechs Kinder, zahllose Überfälle, acht Verhaftungen, ebenso viele Fluchten aus Gefängnis und Verbannung - das ist Jossif Wissarionowitsch Dschugaschwili. Der britische Historiker Simon Sebag Montefiore beschreibt nach seinem allzu sehr bejubelten monumentalen Werk "Stalin - am Hof des Roten Zaren" nun die Jugendjahre des großen Diktators.

1878 oder 1879 im georgischen Gori, einer Schlägermetropole des Zarenreiches, geboren, bekam der Sohn eines Schusters und schweren Alkoholikers haufenweise Prügel. "Sosso" Dschugaschwili wird von den Mitschülern wegen der Pockennarben in seinem Gesicht gehänselt - bald ist er der Klassenbeste. Mit einem Stipendium besucht er das Priesterseminar in der Hauptstadt Tiflis, seine romantischen Gedichte über den georgischen Rabauken Koba


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