Die Welt unbegreiflich machen

Extra | Frank Hartmann | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

MEDIEN Allabendlich präsentieren die "ZiB" oder die "Tagesschau" eine Kunstwelt. Die Regeln von Nachrichtensendungen rekonstruieren Sabine Schäfer und Walter van Rossum, Roger Schawinski spießt den Quotenwahnsinn auf.

Von Bert Brecht bis Pierre Bourdieu zogen die Massenmedien immer wieder den Zorn kritischer Geister auf sich. Statt Instrument direkter Demokratie zu werden, bilde sich das Fernsehen zum Mittel symbolischer Unterdrückung aus, weil es das Beschreiben der sozialen Welt in ein subtiles Vorschreiben verwandle. Eine folgenlose Kritik, wie es scheint, denn die Medienmacher orientieren sich an der breiten Masse und die verlangt, wissenschaftlich belegt, genau die Serienbanalitäten, Filmchen, pseudokritischen Reportagen und anderen Niveaulosigkeiten, die allabendlich zur allgemeinen Information und Unterhaltung auf Sendung gehen.

Der Mainstream der Medienwissenschaften hüllt sich dazu in beredtes Schweigen. Bloß keine Kritik an der Wissenschaftlichkeit des Quotenwahns, die Experten


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