Ein Film auf Papier

Extra | Siegfried Mattl | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

STUMMFILM Mit der grafischen Rekonstruktion von Josef von Sternbergs verschollenem Film "Lena Smith" legt das Österreichische Filmmuseum ein cinephiles Kleinod vor.

Der Großteil der Stummfilme ist für immer verloren. Technisch veraltet, ästhetisch abgewertet und mitunter politisch verdächtig, wurden sie von den Produzenten dem Verfall preisgegeben oder einfach weggeworfen. Nicht anders steht es um einige jener frühen Arbeiten Josef von Sternbergs, die entstanden, bevor der Magier atmosphärischer Bilder mit seinem Star Marlene Dietrich sich seinen Anteil am klassischen Filmkanon dauerhaft sichern konnte.

Man kann und soll den Verlust bedauern, unter besonderen Umständen kann daraus aber auch ein Gewinn werden. "The Case of Lena Smith" und seine Überlieferung ist so ein Fall, eine "dichte Quelle", wie Kulturanthropologen zu sagen pflegen. Der vom Direktor des Österreichischen Filmmuseums Alexander Horwath und Falter-Filmkritiker Michael Omasta herausgegebene Sammelband führt vor,


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