Aufbau und Zerstörung

Sebastian Fasthuber | Extra | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

MUSIK Simon Reynolds' Postpunk-Buch "Rip It Up and Start Again" zeigt, wie seriös sich Musikgeschichte erzählen lässt. John Robb erinnert an die wilden "Punk Rock"-Tage.

Aus den Ruinen des Punk sollte 1978 musikalisch weitaus Interessanteres entstehen: Postpunk. Die Charakteristik dieser fruchtbaren und zuletzt bei jungen Rockmusikern wieder hoch im Kurs stehenden Periode Ende der Siebziger- und Anfang der Achtzigerjahre brachte mit Allen Ravenstine von der US-Band Pere Ubu damals schon einer der Protagonisten treffend auf den Punkt: "Die Sex Pistols haben, No Future' gesungen, aber es gibt eine Zukunft, und wir wollen sie aufbauen."

Die meisten Postpunk-Musiker waren Kunststudenten, denen es nicht genügte, Lärm zu erzeugen. Ihre Ingredienzien reichten von Dub über Avantgarde bis hin zu frühem Rap und sogar dem von den Punks so bekämpften Discosound. Machistische Rockismen dagegen wurden tunlichst vermieden, Gitarrenakkorde hatten scharf und abgehackt zu klingen, eitle Soli galten

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