Gekommen, um zu gehen

Politik | Christian Maier | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

PFLEGE Das Personal in steirischen Altersheimen hat zu wenig Zeit für unsere Großeltern. In manchen Heimen ist deshalb nur mehr die Grundversorgung gewährleistet. Und: Viele Pfleger sind ausgebrannt.

Wenn Kurt Marat um dreiviertel sieben das Seniorenzentrum Eggenberg betritt, kommt es ihm manchmal vor, als würde er in ein ganz normales Miethaus gehen. Das Seniorenzentrum bietet eigene Garconnieren für seine Bewohner, die Gänge erinnern eher an ein Studentenheim. Öffnet der Pflegehelfer die erste Zimmertür, verflüchtigt sich der Eindruck. Die achtzigjährige Frau Walcher* blinzelt über den Rand ihres Bettes, ihre Augen sind vom Schlaf verklebt. "Kommt jetzt das Essen?", fragt sie. "Ist heute Samstag?"

Es ist Freitag, kurz nach sieben, das Frühstück wartet auf dem Tisch. Kurt Marat setzt die Bewohnerin zunächst einmal im Bett auf, damit sich ihr Kreislauf stabilisiert, erst dann bietet er ihr seinen rechten Arm zum Aufstehen an. Dass dieser vollständig tätowiert ist, scheint


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige