"Genossen sind auch nur Männer"

Politik | Gerlinde Pölser | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

SPÖ Die letzte Linke in der Grazer SPÖ tritt ab: Tatjana Kaltenbeck-Michl über rote Machos, menschenunwürdige Asylpraxis und historische Fehler.

Nach den Gemeinderatswahlen im Jänner stelle sie ihr Amt zur Verfügung, verkündete Tatjana Kaltenbeck im Mai überraschend. Zuvor meinte die Paradelinke der Grazer SPÖ stets, sie wolle sehr wohl noch eine Periode anhängen. Die bald 60-jährige gelernte Lehrerin ist seit 1995 Stadträtin und aktuell zuständig für Kinder, Jugend, Familie, Frauen und Soziales. 1998 wurde sie Grazer SP-Chefin - sie wollte Langzeitbürgermeister Alfred Stingl beerben. Doch 2001 stimmte die Parteibasis mit Zweidrittelmehrheit für den pragmatischeren Walter Ferk, der die Gewerkschafter für sich gewonnen hatte, als Spitzenkandidaten - für Kaltenbeck "der bitterste Moment" ihrer Laufbahn. Als größte Erfolge sieht sie die Schaffung zahlreicher neuer Kinderbetreuungseinrichtungen und des Kindermuseums.

Falter: Sie wollten Ihren Rückzug aus der Politik nicht


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