"Österreich führt den Abwehrkampf"

Politik | Donja Noormofidi | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

ASYL Der Grazer Menschenrechtsexperte Wolfgang Benedek meint, das humanitäre Bleiberecht könne nie ganz gerecht sein, und fordert Menschenrechtsprognosen vor Abschiebungen.

Wolfgang Benedek scheint die Unterlagen in seinem Büro nach archäologischen Schichten zu ordnen, je weiter unten im Stapel, umso älter. Es gibt Leute, die sich in einem solchen System zurechtfinden, der Grazer Menschenrechts- und Südosteuropaexperte gehört zu ihnen. Und er hat wahrlich Wichtigeres zu tun, als zusammenzuräumen: Eben erst aus dem Kosovo zurückgekehrt, reiste er vorvergangenen Mittwoch zu einer Tagung nach Sarajevo, bei der es um die Auswirkung des organisierten Verbrechens auf den Friedensprozess in Westbalkanländern ging. Benedek sitzt im Menschenrechtsbeirat des Innenministeriums, leitet das Europäische Forschungszentrum für Menschenrechte und Demokratie (ETC) in Graz und hat im südosteuropäischen Raum mehrere universitäre Forschungszentren für Menschenrechte mitaufgebaut. Im Falter spricht


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