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Kultur | Hermann Götz | aus FALTER 41/07 vom 10.10.2007

Schon in der letzten Saison hat der in Graz und London aktive Theaterautor Christian Winkler das Grazer Schauspielhaus mit der Soap "Life of Graz" versorgt: Alltagsepisoden aus den letzten Jahrzehnten der Stadt, die jeweils an einem Abend auf Ebene 3 zu sehen sind. Keine Wiederholung, beim nächsten Mal gibt's die nächste Episode. Das ist beinahe Luxus, immerhin wird für jeden Abend ein eigener, neuer Text bestellt. Und der 1981 geborene Winkler ist ein Hoffnungsträger unter den jungen heimischen Theaterautoren, der damit klug ans Haus gebunden wird. Für Staffel 4 "Graz du geile Sau" wurden Ninja Reichert, Daniel Alvermann und Franz Josef Strohmeier sowie Regisseurin Katharina Schmidt auf die Achtzigerjahre angesetzt, sprich: auf Punks, Popper, Skins und Kids, die - das war damals neu! - mit dem Joystick zwischen den Fingern groß werden. Winkler hat Witz und ein feines Händchen für Figuren, über die gut lachen ist. Reichert, Alvermann und Strohmeier bestätigen das lustvoll und engagiert. Dass dabei mit viel Liebe vor allem Klischees reproduziert werden, stört nur die, die sich mehr erwartet haben. Aber das wär' dann wirklich Luxus. Nächster Termin: 2.11.


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