Vertretung zweiter Klasse

Politik | Nora Edelsbacher | aus FALTER 42/07 vom 17.10.2007

INTEGRATION III Der Migrantenbeirat soll die Interessen Drittstaatenangehöriger vertreten. Nach elf Jahren scheint das Konzept gescheitert.

Wir haben sehr viel erreicht, trotz Mangel an Unterstützung durch die Politik. Die will einen Migrantenbeirat, der existiert, aber keine Zähne hat", resümiert Emmanuel Kamdem, Vorsitzender des Grazer Migrantenbeirats, seine Amtszeit. Der "Ausländerbeirat" wurde 1996 auf Initiative von VP-Kulturstadtrat Helmut Strobl und Altbürgermeister Alfred Stingl (SP) gegründet. "Die Idee war, einen virtuellen 18. Bezirk in Graz für alle Nicht-Österreicher zu schaffen. Die ist nicht ganz aufgegangen, ich hätte mir mehr Rechte und ein größeres Budget erhofft", so Strobl.

Das Konzept stieß damals auch auf NGO-Ebene auf Wohlwollen. Wolfgang Gulis vom Flüchtlingshilfeverein Zebra: "Der Migrantenbeirat sollte ein Schritt zum kommunalen Wahlrecht sein. Heute glaube ich nicht mehr, dass das Gremium diesen Weg ebnet." Der Beirat sei eine Sackgasse, da er von


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