Es bleibt in der Familie

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 42/07 vom 17.10.2007

THEATER Gerhild Steinbuchs neues Stück "verschwinden" wirft viele Fragen auf. Die Uraufführung liefert leider die falschen Antworten.

Eines der musikalischen Leitmotive dieser Inszenierung ist ein Song von Joanna Newsom. Die junge amerikanische Musikerin, die die Harfe in der Popmusik salonfähig gemacht hat, passt gut in die Uraufführung eines Stücks von Gerhild Steinbuch. Wenn man so will, ist Steinbuch die Joanna Newsom der deutschsprachigen Dramatik. Auch Steinbuch ist sehr jung, auch die Autorin hat einen eigenwilligen Sound entwickelt, auch sie ist damit ungewöhnlich schnell auf offene Ohren gestoßen. "verschwinden oder Die Nacht wird abgeschafft" ist bereits das zweite Stück der erst 24-jährigen Dramatikerin, das beim steirischen herbst präsentiert wird; zwei weitere Steinbuch-Stücke wurden in Deutschland (Essen, Mainz) uraufgeführt.

Thematisch hielt es Steinbuch bisher wie die Mafia: Alles bleibt in der Familie. In "Kopftot" geht's um eine junge Frau, die nach dem Tod der


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