Hotel Europa

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 42/07 vom 17.10.2007

THEATER Strenge Komödie: Ödön von Horváths frühes Stück "Zur schönen Aussicht" im Schauspielhaus.

Zu lachen gibt es nicht viel in dieser Komödie. Das liegt daran, dass Ödön von Horváths "Zur schönen Aussicht" nur auf dem Papier eine Komödie ist. Tatsächlich haben wir es mit einer Parabel zu tun. Einer Parabel, die allerdings so einfach gestrickt ist, dass es schon wieder komisch ist. Die Geschichte geht so: Eine junge Frau namens Christine besucht den Hotelbesitzer Strasser, der sie im letzten Sommer geschwängert hat. Strasser glaubt, dass sie Alimente will, und reagiert ausgesprochen ungut. Danach eröffnet ihm Christine, dass sie ein kleines Vermögen geerbt hat und eigentlich gekommen ist, um ihn und sein Hotel finanziell zu unterstützen. Stattdessen reist sie jetzt ganz schnell wieder ab. Ende der Komödie.

Das bereits 1928 verlegte Frühwerk wurde erst 1969 uraufgeführt (beim steirischen herbst im Schauspielhaus!) und zählt mittlerweile zu den häufiger gespielten Dramen


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