"Konsens ist Gift!"

Politik | Robert Misik | aus FALTER 42/07 vom 17.10.2007

GESPRÄCH Die belgische Theoretikerin Chantal Mouffe über den Blairismus nach Blair, die Irrtümer der modernistischen Sozialdemokratie und den Fluch der Mittelwege.

Chantal Mouffe ist eine der führenden "postmarxistischen" Theoretikerinnen. Fast schon Kultstatus in Kreisen des Radical Chic hat ihr gemeinsam mit Ernesto Laclau verfasstes Buch "Hegemonie und radikale Demokratie" (Passagen 1991), eine Art Gründungsdokument des "postindustriellen" Marxismus. Eben erschien im Suhrkamp-Verlag ihr Buch "Über das Politische. Wider die kosmopolitische Illusion". Mouffe, geboren 1943 in Belgien, lehrt an der Universität Westminster. Kommenden Donnerstag ist sie zu Gast in der Reihe "Genial dagegen", die vom Kreisky-Forum in Kooperation mit dem Falter veranstaltet wird.

Falter: Sie formulieren seit Jahren theoretische Kritik an der Theorie des "Dritten Wegs", an den Blairisten in der europäischen Sozialdemokratie. Ist der "Dritte Weg" mit dem Wechsel von Blair zu Gordon Brown am Ende?

Chantal


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