Kommentar

Museum goes Britpop

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 42/07 vom 17.10.2007

Das Studium der Kulturnachrichten legt den Schluss nahe, dass des Menschen größtes Vergnügen ein Museumsbesuch sei. So strömten Anfang Oktober im Zuge der "Langen Nacht der Museen" rund 340.000 Menschen herbei. Wenige Tage später wurden im Laufe eines ähnlichen Events in Paris, der sogenannten "Nuit blanche" fast 1,5 Millionen Besucher gezählt. Im Vergleich zum Mai 2003, wo im Anschluss an eine "Lange Nacht" in Wien die Saliera gestohlen wurde, verlief der Abend der Massen in den Pariser Museen glimpflich. Nur ein Monet musste im Musée d'Orsay einen Faustschlag einstecken, nachdem eine Gruppe betrunkener Jugendlicher ins Museum eingedrungen war, die Risswunde muss genäht werden.

Um einen besonders eindringlichen Eindruck von der ungeheuren Popularität von Museen zu bekommen, lohnt eine Reise nach London. Die Ausstellung über die chinesische Terrakotta-Armee ist auf Wochen hin ausgebucht, Menschenschlangen stehen vor der Ausstellung "Seduces" in der Barbican Art Gallery. "Quote!",


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