Ohren auf

Being Bob Dylan

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 42/07 vom 17.10.2007

Dass Todd Haynes' Film, in dem Dylan präsent ist, ohne beim Namen genannt zu werden (und unter anderem von Cate Blanchett dargestellt wird) den Titel "I'm Not There" trägt, ist ein netter Witz: So (nicht) da zu sein, wie Bob Dylan jetzt mit 66, hat noch kaum einer geschafft. Sieht man sich heute D.A. Pennebakers Direct-Cinema-Klassiker über die Englandtour von 1965 an, die nun als "Bob Dylan Don't Look Back 65 Tour Deluxe Edition" (2 DVDs, Columbia/ Sony) in wahrhaft luxuriöser Ausstattung (mit dem aus unveröffentlichtem Material kompilierten Film "65 Tour") vorliegt, kann man nur staunen: zum einen über die charismatische Mischung aus Schüchternheit und Arroganz, Zugänglichkeit und Forschheit, mit der der damals gerade 24-Jährige auftritt; zum anderen darüber, wie leicht es damals für die meist ahnungs- und hilflosen Journalisten oder die Fans ("Kann jemand das Mädchen von unserem Autodach entfernen?") war, Bob Dylan persönlich zu begegnen: The Times They Are A-Changin.

Die


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