Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 42/07 vom 17.10.2007

Septemberweizen Wie ein roter Faden zieht sich das Genre Antiglobalisierungsdoku mittlerweile durch das Programm des Filmladen-Verleihs: Nach "Super Size Me" und "Darwin's Nightmare" kamen "Der große Ausverkauf" und der Überraschungserfolg von "We Feed the World". Wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass dieses Genre Publikum bringt? Umso erfreulicher, dass es so ist. Anlässlich einer DVD-Veröffentlichung bringt der Filmladen nun einen Klassiker der dokumentarischen Weltmarktkritik, Peter Kriegs "Septemberweizen", erneut ins Kino: Im Jahr 1980, als man gerade begann, zu Kernkraft und saurem Regen "Nein, danke!" zu sagen, untersucht Krieg in sieben Kapiteln den Weizen als Ware, dessen Wert an der Chicagoer Warenterminbörse bestimmt wird. Kriegs Film zeigt Angebot und Nachfrage als elitär regulierte Größen, filmt zur Verrottung ausgekippte Getreideberge und Säcke voll minderwertiger Ware, die in die Dritte Welt verschifft werden. Eine gewisse Polemik - siehe die Kapitel "Blutweizen"


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