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Stadtleben | Florian Obkircher | aus FALTER 42/07 vom 17.10.2007

WETTTEXT "Poetry Slam" heißt das Lesen um die Gunst des Publikums. Nun findet Österreichs erste Meisterschaft darin statt. Alles über eine Passion zwischen Mordsspaß und Wortgewalt.

Das Stadtbahnbogenlokal Rhiz ist an diesem Abend im September gutgefüllt. Bier wird in üppigen Mengen gezapft, im Schanigarten an der Gürtelmeile unterhalten sich noch einige Hartgesottene und trotzen dem nahenden Herbst. Alles wie immer, möchte man meinen, drinnen allerdings herrscht heute gespannte Stille. Seine Ohren leiht das Publikum nämlich nicht wie üblich elektronischer Musik, sondern dem Innsbrucker Stefan Abermann. Der gibt auf der Bühne mit wilden Gesten und aufgeregtem Gezische eine surreale Geschichte über das Zusammenleben mit seiner dämonischen Angetrauten zum Besten. Hier handelt es sich um keine Literatenlesung im klassischen Sinn. Weder Tischlampe noch Wasserglas oder konzentriert zugekniffene Augenpaare sind zu finden. Stattdessen taucht hinter Abermann gegen Ende seiner Story


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