Äpfel vom Nordrand

Heike Hausensteiner | Stadtleben | aus FALTER 42/07 vom 17.10.2007

NATUR Die Boku hat im 21. Bezirk einen 4,5 Hektar großen Versuchsgarten. Neben Sortenprüfung, Baumerziehung und biologischen Versuchen ist der Obstverkauf ein angenehmer Nebeneffekt.

Ein Kilo Gold Delicious und einen Sturm, bitte." Gebrauchte Mineralwasserflaschen aus Plastik stehen auf einem alten Tisch bereit, der als Verkaufspult dient. "Macht zwei Euro." Christina schwört auf die großen Walnüsse und die ersten Kirschen im Sommer. "Ich kaufe hier regelmäßig das Obst. Nicht nur wegen des Preises, auch wegen der Qualität", strahlt Marijana. "Was sind das für Äpfel?" "Wenn wir das wüssten bei den vielen Sorten, die wir haben. Sie schmecken leicht säuerlich und würzig", lässt sie der Gärtner hinterm Tresen im Ungewissen. Ein Keller im Wirtschaftsgebäude, das in den Sechzigerjahren in einer ehemaligen Panzerstellung errichtet wurde, dient als Verkaufsraum. Draußen im Hof stapeln sich leere Kartonschachteln aus italienischen und burgenländischen Gärtnereien, die die Gärtner

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