Überwachung 2.0

Markus Zahradnik | Extra | aus FALTER 42/07 vom 17.10.2007

Die österreichische Regierung will schon bei Verdacht auf Stalking oder illegale Musik-Downloads auf private Daten zugreifen können. Im internationalen Vergleich ist das noch harmlos

Der Mauszeiger wandert über den Bildschirm. Klick. Sofort öffnen sich zwei, fünf, viel zu viele Fenster mit blanker Haut und offenherzigen Bekundungen der einschlägigen Art. Peinlich. Es dauert fast eine Minute, bis alle Pornoseiten wieder vom Bildschirm verschwunden sind. Dabei wollte man eigentlich bloß einem Werbebanner für Herrenunterwäsche folgen.

Einem einfachen Klick daneben folgen in Österreich meist keine Konsequenzen. Schließlich weiß es ja keiner. Noch. Denn die österreichische Regierung plant bereits eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes: Provider sollen künftig den Telefon- und Internetverkehr ihrer Kunden detailliert auswerten und über Monate hinweg speichern - und den Behörden zur Verfügung stellen. Nicht nur bei Terrorismusverdacht, dem ursprünglichen Grund der geplanten

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