Panzer statt Postkarten

Extra | Interview: Markus Zahradnik | aus FALTER 42/07 vom 17.10.2007

Monochrom, Wiener Instanz in Sachen Netzkultur, räsonieren über Datenschutz und Meinungsfreiheit im www

Warum nehmen es viele Menschen nicht so genau mit dem Schutz ihrer Privatsphäre, wenn es ums Internet geht?

Johannes Grenzfurthner: Aus technischem Unverständnis. Der Begriff E-Mail etwa evoziert den Begriff des Briefes und somit des Briefgeheimnisses. Wenn aber E-Mails nicht verschlüsselt sind, dann können sie fast ohne Aufwand von jedem Interessierten mitgelesen werden.

Günther Friesinger: Wenn du von einem Firmen-Account ein E-Mail schreibst, ist es technisch problemlos möglich, dass es sich dein Arbeitgeber anschaut. Oder auch, welche Websites du mit dem Arbeitscomputer ansurfst.

Wie kann man verhindern, dass jemand Persönliches mitliest?

jg: Man könnte Verschlüsselungsmöglichkeiten verwenden. Wenn man dann aber intime Details per MySpace-Profil öffentlich macht, ist Hopfen und Malz verloren.

gf: Dazu kommt, dass die Anbieter solcher Profile mittlerweile oft den großen Internetkonzernen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige