Allegro. Sehr leise

Extra | Walter Weidringer | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

KLAUS LANG Der Grazer Komponist erfüllt den Erste-Bank-Kompositionsauftrag 2007 - und macht sich in "the book of serenity" auf die Suche nach der fließenden Klarheit in Neuer Musik.

Tutti sempre: pppp, senza vibrato, non legato": So bündelt Klaus Lang in vielen Stücken gerne die grundsätzlichen Anforderungen an seine Interpreten. Alle sollen stets extrem leise spielen, ohne romantische Belebung und Verbindung der Töne - denn das ist der Weg, den Lang mit seiner Musik einschlägt, um dem Ideal von stiller Einkehr und ruhiger Reinheit nachzuspüren.

Die meditative Innerlichkeit, mit der er seinen willigen Hörern bei allen asketisch anmutenden Beschränkungen dennoch weitläufige Klangwelten erschließt, hat für den 1971 in Graz geborenen Komponisten und Organisten allerdings wenig mit herkömmlicher Religiosität oder gar Frömmigkeit zu tun. Seit 2006 unterrichtet der einstige Schüler von Beat Furrer und Younghi Pagh Paan zwar als Professor für Kirchliche Komposition an der Kunstuniversität


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