Der Elektrolurch

Extra | Tex Rubinowitz | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

FELIX KUBIN Seine Karriere begann er sehr früh mit Keksdosenmusik. Als Erpresser blieb er erfolglos. Jetzt begibt sich der Hamburger für Wien Modern auf rutschiges Terrain und versucht sich an Tanz und Performance.

Als ich Felix Kubin das erste Mal sah, war er 13 Jahre alt, ein Kind, rotwangig wie ein Apfel, dauererhitzt, ein kleiner Dampfdruckkochtopf aus dem Hamburger Vorort Bergedorf, der Vater Atomphysiker, die Mutter experimentierte gerade mit zwei Mikrowellenbacköfen: ob man von einem Ofen in den anderen Speisen "überspielen" könne. Dieser Felix also stand damals im Rahmen einer vom Hamburger Punk-Gottvater und Labelbesitzer Alfred Hilsberg veranstalteten Weihnachtsmatinee auf der Bühne der Markthalle, einem muffigen, nach Bier und Tontechnikersalbe riechenden Rockschuppen.

Es war Felix' allererster Auftritt, und dann gleich vor einem so großen, allem und jedem feindlich gesonnenen Auditorium. Kubin und sein Schulkollege Stefan Grund nannten sich "Die egozentrischen 2", und sie


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