Einer für alle


Florian Klenk
Vorwort | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

KOMMENTAR Roland Horngacher erhielt ein hartes Urteil. Jetzt müssen Justiz und Parlament das System der Korruption aufklären.

Wem ist es zu verdanken, dass die Sitten und Gebräuche bei der Wiener Polizei nun aufgedeckt werden? Vor allem dem BIA, dem Büro für interne Angelegenheiten im Innenministerium. BIA-Chef Martin Kreutner wurde nicht im roten Wiener Polizeisumpf sozialisiert, sondern im fernen Tirol beim Bundesheer. In sieben Jahren baute er eine Mannschaft auf, welche die Polizisten das Fürchten lehrt und die Justiz beschämt. Schon kurz nachdem er sein Amt antrat, zeigte er der schläfrigen Staatsanwaltschaft, wie man auch ermitteln und recherchieren kann. Zuerst mischte Kreutner die von Korruption durchwachsene Einsatzgruppe zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität (EDOK) im Innenministerium auf. Deren Spitzenbeamten hatten jahrelang einen Mörder und Mafiapaten gedeckt und sogar finanziell unterstützt. Danach ließ Kreutner einen Spitzenfahnder festsetzen, der sich

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