Alles bleibt anders

Julia Ortner | Politik | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

REGIERUNG Noch vor einem Jahr sehnten sich die Österreicher die große Koalition wieder herbei. Jetzt werfen sich SPÖ und ÖVP die Hackln ins Kreuz. Was ist aus den Erwartungen der Leute geworden? Eine Alleinerzieherin, ein Banker, ein Schlosser und eine Kleinunternehmerin erzählen, wie es sich unter der großen Koalition lebt.

Die Alleinerzieherin Karin Liebl ist arbeitslos und kann im Winter nicht immer die Heizung aufdrehen.

Kino, Theater, Essen gehen - für sie selbst ist nichts drin. "Ich kann mir schon den Babysitter nicht leisten", sagt Karin Liebl, schmal, mädchenhaft, ungeschminkt. Auf Urlaub war die 39-Jährige ewig nicht. Auch aus ihrem Grätzel, weit draußen in Liesing, kommt sie selten raus, die Innenstadt ist ihr fremd geworden. Die Wiener-Linien-Jahreskarte wäre eine zu große Investition. Stattdessen hat Liebl das Spazieren entdeckt, praktischerweise wohnt sie ja gleich am Rand des Wienerwalds, meint sie: "Naturfreundin war ich nie, aber ich suche mir meine Vergnügungen

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