Aus der Lade der Nation

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

ÖSTERREICH Zum Nationalfeiertag am 26. Oktober lobt die Republik sich selbst. Das hat Tradition. Aber kann man auf Österreich wirklich stolz sein? Eine Antwort in Form einer fiktiven Rede, wie sie weder Präsident Heinz Fischer noch Kanzler Alfred Gusenbauer je halten werden.

Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Ich möchte meine heutige Rede zum Nationalfeiertag nicht, wie sonst üblich in Österreich, mit der Anrede "Liebe Österreicherinnen und Österreicher" beginnen. Warum, werden Sie jetzt fragen. Der Grund ist ein einfacher. Ich finde, unser Feiertag soll für alle Menschen, die in Österreich leben, etwas Besonderes sein, und da greift die Anrede "Liebe Österreicherinnen und liebe Österreicher" einfach zu kurz.

Gerade in den letzten Wochen hatten wir eine sehr emotionale und intensive Debatte darüber, wer Österreicher werden darf und wer nicht. Die Schlüsselfigur dieser Auseinandersetzung war eine junge Frau namens Arigona Zogaj. Streng genommen wäre sie in meiner Anrede "Liebe

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