"Ich mache mich nicht beliebt"

Politik | Barbara Tóth | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

ÖVP Wie kommt es, dass der schwarze Wirtschaftsflügel den Grünen und der SPÖ programmatisch näher ist als seiner Mutterpartei? Reinhold Mitterlehner erklärt die neuen Allianzen gegen alte Politik - und schildert, warum es so schwer ist, in der Volkspartei eine dissidente Meinung zu haben.

Reinhold Mitterlehner betritt wie frischgebügelt das Café im Wiener Palmenhaus: Eleganter Anzug, blütenweißes Hemd, korrekt gebundene Krawatte, akkurater Bürstenschnitt. Der stellvertretende Generalsekretär der Wirtschaftskammer und ÖVP-Abgeordnete hatte zuletzt keine einfache Zeit in seiner Partei. Anzumerken wäre ihm das nicht.

Mitterlehner ist einer der wenigen Konservativen, der Diskussionen anregt. Egal ob Zuwanderung, Frauenpolitik oder Gesamtschule - der schwarze Wirtschaftsflügel scherte immer öfter von der offiziellen Parteilinie aus und ging mit der Industriellenvereinigung, der SPÖ und den Grünen eine Sachkoalition ein.

Gemeinsam trat man für eine geregelte Zuwanderung und für


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