Süchtig nach Signalen

Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

GENERATION HANDY Vor 15 Jahren begann die Handyrevolution in Österreich. Ein Leben ohne Nokia, Siemens und Co kennt die heutige Jugend nicht. Sie braucht das Gefühl, stets erreichbar zu sein.

Für Mario ist der Gedanke absurd. "Warum sollte ich das Handy ausschalten, wenn ich schlafen gehe?", fragt der 16-Jährige mit den hochgegelten Haaren. Sein Nokia ist immerhin seine Uhr, sein Wecker, seine Kamera, sein Musikplayer und sein Kontakt zur Außenwelt zugleich. "Ohne Handy kann ich nicht leben", sagt sein Kumpel Daniel. Die beiden 16-Jährigen stehen mit zwei weiteren Freunden am Drehfußballtisch. Sie wuzeln. Dabei rufen sie sich Beschimpfungen zu und jubeln über Tore. Die vier Burschen sind Migrantenkinder, wohnen beim Margaretengürtel, machen eine Lehre, tragen Ohrringerl oder Gel in den Haaren und haben alle moderne Handys. Mit diesen hören sie auch laut Musik in der U-Bahn. "HipHop und so", meint Alex, "aber nur wenn nicht viele Leute anwesend sind."

Als Alex noch im Kinderwagen


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