Blutige Verbindung

Medien | Wolfgang Zwander | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

ROHSTOFFE Brutale Warlords bereichern sich im Kongo am Abbau des Minerals Coltan. Ihre besten Kunden sind Mobiltelefonierer.

Je flacher, leichter und trendiger Handys sind, desto beliebter - und desto gefährlicher sind sie für den instabilen Frieden in der Demokratischen Republik Kongo. Das Metall Tantal wird für die Produktion moderner Handys gebraucht. Es wird aus Coltan, die Abkürzung für die Mineralverbindung Columbit-Tantalit, gewonnen. Dieses Roherz kommt oft aus der Demokratischen Republik Kongo, laut Uno eine der brutalsten Regionen der Welt. Achtzig Prozent der weltweit bekannten Coltanreserven liegen dort vergraben - und die Nachfrage wächst jedes Jahr um sechs Prozent.

Um Elektronikfirmen günstig zu bedienen, "schuften in kongolesischen Minen Männer, Frauen und Kinder. Tausende sterben für das Coltanerz, das dazu beiträgt, den, Ersten Weltkrieg Afrikas' zu finanzieren", schreibt der Autor und Journalist Klaus Werner in seinem "Schwarzbuch Markenfirmen". Warlords zwingen


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