"Pas avec moi!"

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

MUSIKTHEATER Die Klassikbranche sorgt sich um ihre Zukunft, aber der Staatsoperndirektor bleibt ruhig. Ein Gespräch mit Ioan Holender über den globalisierten Sängerzirkus und die CD-Krise, über künstlerischen Inzest und seine Probleme mit der zeitgenössischen Oper.

Seit 1991 leitet Ioan Holender die Wiener Staatsoper, zunächst als Generalsekretär an der Seite Eberhard Waechters, nach dessen überraschendem Tod 1992 als Direktor. Sein Vertrag wurde dreimal verlängert, was jeweils zu heftigen Diskussionen in den Medien führte. Wenn ihm im Juni 2010 Dominique Meyer nachfolgt, wird Holender der längstdienende Direktor des Hauses sein. Dabei war der 1935 in Temeswar geborene Ex-Bariton und Ex-Sängeragent nie unumstritten. Einerseits hat er das Repertoire des Hauses um zahlreiche Erstaufführungen erweitert und kann auf höchste Auslastungszahlen verweisen; andererseits ignoriert er die musikalische Gegenwart fast völlig. Lediglich drei Uraufführungen fanden in seiner Amtszeit statt:


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