Ohren auf

Ausgsteckt is!

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

Dass sich im heimischen Jazz was tut, hat sich mittlerweile rumgesprochen und ist durchaus nicht nur auf den jungen Wein in den Schläuchen der fröhlichen Jazzwerkstatt zurückzuführen. Der Wiener Martin Reiter etwa wurde bereits vor zwei Jahren mit dem Hans-Koller-Preis als "Newcomer des Jahres" ausgezeichnet. Nun hat der 29-jährige Pianist auf Wolfgang Muthspiels Label Material Records das Album "Alma" herausgebracht, das ihn als Freund eines weichen, latinophilen Wohlklanges ausweist (etwa in der Kombination von akustischer Gitarre, Flügelhorn sowie, na ja, Jazzmundharmonika), und der sehr süffig und stringent in sanft fließendem Tempowechsel zu improvisieren vermag. Ganz anders klingt sein um sechs Jahre jüngerer Salzburger Kollege Philipp Nykrin, und das, obwohl er in seinem Trio ebenfalls Peter Kronreif (dr) und den derzeit sehr gesuchten Matthias Pichler (b) beschäftigt: Der kontemplative Gestus von "Open Ended" (Cracked an Egg) erinnert mitunter ein wenig an den zerebralen


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