Frankfurt liegt am Meer

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

LITERATUR Der 56-jährige Romancier Martin Mosebach erhält dieser Tage den Büchner-Preis. In seinem Roman "Der Mond und das Mädchen" hat der Frankfurter den "Sommernachtstraum" an den Main verlegt.

Hierzulande war Martin Mosebach bislang vor allem dadurch bekannt, dass er Neo-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek als einen der "dümmsten Menschen der westlichen Hemisphäre" bezeichnete. Die Autorin ließ ihn daraufhin unter Anwendung ihrer bewährten Taktik "Souveränität durch Selbstbezichtigung" überaus charmant ins Leere laufen: "Das fand ich lustig", meinte sie im Interview mit André Müller, "denn der hat ein wahres Wort gelassen ausgesprochen. Ich bin tatsächlich dumm. Nur kann er das gar nicht wissen, weil er mich nicht kennt. Kindermund tut Wahrheit kund."

Als die Entscheidung, Mosebach heuer mit dem Büchner-Preis auszuzeichnen, bekannt wurde, ging ein befriedigtes Raunen der Zustimmung durchs deutsche Feuilleton. Die Beliebtheit des 56-jährigen Romanciers, der 1983 mit "Das


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