Tierische Liebe

Kultur | Bettina Hagen | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

THEATER Das Tanzquartier zeigt eine neue Version von Elfriede Jelineks jüngstem Stück "Über Tiere". Die Inszenierung der Choreografin Christine Gaigg geht körperlich nahe.

Zum Zeitpunkt als Christine Gaigg gefragt wurde, ob sie Elfriede Jelineks Stück "Über Tiere" inszenieren möchte, hatte sie noch nie mit einem literarischen Text gearbeitet. Doch Wolfgang Reiter, der Leiter des Züricher Theaters am Neumarkt, war davon überzeugt, dass es da einen Zusammenhang zwischen der Wirkung von Gaiggs Bewegungsmethode und Jelineks Schreibtechnik gibt.

Seit etwa zehn Jahren bedient sich die Wiener Choreografin einer Methode, die auf der Wiederholung von kleinsten Bewegungseinheiten bei gleichzeitiger Veränderung der Reihenfolge beruht. Als die studierte Philosophin und Sprachwissenschaftlerin auf den Komponisten Bernhard Lang traf, fand sie in dessen Arbeitsweise Übereinstimmungen, die eine langjährige Zusammenarbeit zur Folge hatte. So war die spartenübergreifende Wirkung der Methode bereits


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