Czech That Out

Kultur | Maya Mckechneay | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

FILM Reisetipp für alle, die bei der Viennale keine Karten gekriegt haben: Im tschechischen Jihlava läuft derzeit ein kleines, aber wildes und sehr tanzbares Dokumentarfilmfestival.

Wenn man mit Andrea Slováková, einer der Programmmacherinnen des Dokumentarfilmfestivals Jihlava (Iglau) spricht, fällt immer wieder das Wort "politisch". Dass ein Film eine Haltung habe, sei ihr wichtig, sagt sie. Aber nicht genug damit: "Um bei uns zu laufen, soll er auch filmisch etwas Besonderes sein. Das ist nicht so leicht zu finden. Hier im Osten zum Beispiel arbeiten Filmemacher mit wenig oder gar keinem Budget."

So ähnlich ging es damals, vor elf Jahren, auch mit dem Festival selbst los. Großer Enthusiasmus, viele Helfer und wenig Geld: Eine Gruppe sehr junger Leute (Marek Hovorka, bis heute Leiter des Festivals, war damals gerade mal 17) zog von Prag in das 120 Kilometer nordwestlich gelegene, ehemalige Bergbaustädtchen Jihlava, um im wunderschönen Zwanzigerjahre-Kino Dukla und dem imposanten,


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