Und mir wer'n nimmer sein

Stadtleben | Joseph Gepp | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

SPEKULATION Nach dem Krieg gab es noch 129 Heurigen in Grinzing. Heute sind es zehn. Internationale Spekulanten und Besucherschwund bedrohen die Existenz der Wirte.

Das ist die schönste Straße Wiens", sagt Gustav Müller-Schmidt. Er schaltet den Jeep in den zweiten Gang, um den Blick besser genießen zu können. Es ist ein steiler Feldweg, der von Grinzing auf den Kahlenberg führt. Links eine Böschung und einige Weingärten, rechts die Silhouette der Stadt, die im abendlichen Nebel versinkt. Nicht weit entfernt, hinter Schießgräben und Stacheldraht, liegt inmitten der Weinberge die Villa des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi, die Bundeskanzler Kreisky in den Siebzigerjahren errichten ließ. Ein Stück weiter das Haus des verstorbenen Nachtclubbesitzers Heinz Werner Schimanko, mit dem Piktogramm einer Pistole an der Toreinfahrt. Mitten in seinem Weingarten, am Fuß des Kahlenbergs, hat sich Georg Wailand, stellvertretender Chefredakteur der Kronen Zeitung, ein schickes hölzernes


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