Tier der Woche

Wir kriegen dich!

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

"Parasitische Wespen sind ein besonders gutes Mittel gegen die sentimentale Vorstellung von Gott als gütigem Schöpfer."

Charles Darwin

Es ist wieder einmal so weit: Das beliebte Thema Immigration - nein Invasion - wird vom Hollywoodkino wieder aufgegriffen. Don Siegel verfilmte 1965 erstmals Jack Finneys Romanschocker "Die Körperfresser kommen" und ließ keinen Zweifel daran, dass er dabei die "rote Gefahr" des Kommunismus über das aufrechte Amerika hereinbrechen sah. 1978 folgte das erste Remake, in dem die paranoiden Verdächtigungen einer Post-Vietnam- und Post-Watergate-Gesellschaft zum Ausdruck kamen. Abel Ferrera interpretierte das Thema 1993 als Öko-Thriller, und jetzt darf Nicole Kidman ihrer Angst vor der gesellschaftszersetzenden Kraft des Fremden Ausdruck verleihen. Der Plot ist aber immer der gleiche: Außerirdische infizieren menschliche Körper, verändern die Psyche ihrer Wirte und ergreifen die Macht. Parasiten haben ein Image-Problem. Keiner mag sie, auch wenn ihr Verhalten


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