"Wir haben gewonnen"

Sarah Fötschl und Thomas Wolkinger | Politik | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

INTERNET Der Kommunismus hat doch gesiegt. Sagt der britische Politologe und Autor Richard Barbrook. Zumindest im Internet. Ein Gespräch über rechte und linke Internet-Utopien, Piraten-Radios, Freiheit und Freibier.

Mit Essays zur "Hightech Geschenkökonomie", zum "Cyberkommunismus" und zur "Kalifornischen Ideologie" hat sich Richard Barbrook im letzten Jahrzehnt als einer der radikalsten Kritiker der neoliberalen Cyber-Elite erwiesen. "Ich bin Sozialdemokrat", sagt der Brite von sich selbst, mit der Pragmatik und dem Pro-Amerikanismus von New Labour hat er aber nichts am Hut. Mit seinem letzten Buch "Imaginary Futures" nähert sich der Politologe, der in den Achtzigern Piratenradio machte, später an der Universität Westminster das Hypermedia Research Centre koordinierte und diese Woche am Grazer Elevate-Festival referiert, Möglichkeiten und Grenzen sozialer Utopien im Internet an. Der Linken ebenso wie der Rechten. Das Konzept der "künstlichen Intelligenz" von Computern enttarnt er

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