Der Bassreisende

Kultur | Christian Salentinig | aus FALTER 43/07 vom 24.10.2007

JAZZ Der Grazer Paradebassist Ewald Oberleitner feiert demnächst seinen 70. Geburtstag. Ein Gespräch über eine zufällige Karriere.

Ältere Herren, die es sich nicht nehmen lassen, stets mit einem Baseball-Kapperl und einem längeren Haar-Schwanzerl herumzulaufen, kommen rasch in Verruf, nicht und nicht alt werden zu können. Oder etwas eitel zu sein. Auf Ewald Oberleitner passt keines von beidem. Demnächst, am 4. November, feiert der Grazer Paradebassist ganz entspannt und in aller Bescheidenheit seinen 70. Geburtstag.

Einst von Anthony Braxton, früher genialer Partner von Chick Corea, als einer der fünf weltbesten Jazzbassisten bezeichnet, sieht sich Oberleitner selbst eher als Produkt eines Zufalls: "Ich kam rein zufällig zum Jazz. Ich habe Buchhändler gelernt und mein damaliger Chef war ein großer Jazz-Fan und hat mich zu einem Sydney Bechet-Konzert in Leoben mitgenommen. Da habe ich plötzlich gespürt, dass mich diese Musik nie mehr loslassen wird." Oberleitner lernte daraufhin,


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